Die meisten Nachrichten, die ich bekomme, drehen sich um die Frage, wie ihr aus dem Kreislauf des Kalorienzählens, der Bestrafung und dem immer wieder neuen Start dessen herauskommt.

Die meisten von euch befinden sich genau in diesem Kreislauf. Auch ich selbst habe das hinter mir, allerdings konnte ich den Kreislauf irgendwann durchbrechen!

Wieso komme ich aus dem Teufelskreis nicht raus?

Der Erfolg hat nichts damit zu tun, dass eine gewählte Diät noch nicht perfekt ist oder wir weiter suchen müssen oder aber, dass wir noch strenger zu uns sein müssen. Starte damit, dir eine Sache mal wirklich richtig bewusst zu machen: Es gibt doch einen Grund dafür, dass es immer und immer wieder nicht funktioniert. Wie verrückt ist es eigentlich, dass wir trotzdem immer und immer wieder den gleichen Weg gehen? Kennst du die Definition von Wahnsinn? Die Definition von Wahnsinn ist immer wieder das Gleiche zu tun und dabei andere Ergebnisse zu erwarten (Albert Einstein). Und trotzdem tun wir Menschen genau das. Wir machen Diäten, scheitern, sind sauer auf uns, bestrafen uns und starten von vorne. Heute möchte ich dir erzählen, wieso das so ist und wieso du nicht aus diesem Kreislauf herauskommst, solange du nichts änderst. Denn so lange du immer das Gleiche tust, wirst du nur die gleichen Ergebnisse erzielen.

Ich möchte dir das Ganze anhand von Metaphern erklären, um das Thema mit Bildern greifbarer für dich zu machen. Ich habe diese wunderschöne Metapher gestern auch für die Mädels bei Body Repair benutzt und finde sie so genial, dass ich sie unbedingt auch hier für dich nochmal verwenden möchte. Zur Zeit gibt es viele Gründe wieso du isst, ohne echten körperlichen Hunger zu haben. Die Ursache sind Verknüpfungen zwischen Emotionen und Essverhalten, festsitzende alte Gewohnheiten und das Verdrängen von Gefühlen. Keiner kann sich hiervon freisprechen, denn wenn all diese Punkte nicht da wären, würden wir nur die Dinge essen, die unser Körper benötigt und nicht mehr und nicht weniger. Auch nicht öfter. Wir hätten keinen Heißhunger auf bestimmte Dinge, würden uns nicht überessen und hätten erst recht keine Fressanfälle. Die Begleiterscheinung wäre natürlich auch, dass wir unsere Wohlfühlfigur hätten. Das Ganze sieht aber etwas anders aus und ich erkläre dir jetzt, wieso das so ist.

 

Dein Unterbewusstsein als U-Boot

Stelle dir vor, es würde ein unsichtbares Gummiband an dir und dem Essen hängen. Du kannst dich jetzt dazu zwingen, ganz großen Abstand zum Essen zu bekommen, musst dafür aber immer kämpfen und fühlst den Widerstand. Das Band versucht dich immer wieder zu dem Essen zurückzuziehen. Das funktioniert eine ganze Weile, bis du müde wirst und nicht mehr genug Kraft hast, gegen den Widerstand anzukämpfen. Dann zieht dich das Band zurück zum Essen. Du kannst dieses Band aber auch komplett durchtrennen. Dann gibt es nichts mehr zu kämpfen. Und genau das passiert auf der unterbewussten Ebene. Ich möchte das nochmal ein bisschen ausführlicher erklären. Diese Metapher ist übrigens nicht von mir. Ich habe sie mal in einem Buch über das Thema Unterbewusstsein gelesen.

Stelle dir dein Bewusstsein dreigeteilt vor. Du hast ein Tagesbewusstsein, ein Unterbewusstsein und ein Überbewusstsein. Für uns sind jetzt erstmal nur das Tagebewusstsein und das Unterbewusstsein relevant. Dein Tagesbewusstsein, ein leichtes und schnelles Motorboot, das auf der Oberfläche des Meeres herumflitzt. Das Unterbewusstsein ist ein mächtiges U-Boot mit mehreren starken Motoren. Es schwimmt natürlich ganz tief im Ozean. Beide sind ebenfalls durch ein Band miteinander verbunden.

Mit dem Tagesbewusstsein erfasst du alle Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle, die du bewusst wahrnimmst. Außerdem denkst du hier über Fragen nach und setzt dir zum Beispiel Ziele, oder entwickelst Wünsche. Dadurch, dass dein Tagesbewusstsein dynamisch wie ein Speed-Boot ist, kannst du es extrem schnell in eine neue Richtung lenken. Durch seine Leichtigkeit ist es jedoch natürlich auch sehr anfällig für Wellen und Stürme. Wenn also Herausforderungen auftreten, dann kann die Richtung ziemlich schnell beeinflusst werden. Wenn aber gerade alles windstill ist und Sonnenschein herrscht, kannst du mit einer hohen Geschwindigkeit nach vorne preschen. Das ist bei vielen jetzt gerade passiert. Wenn das so funktionieren würde, könnten wir sehr schnell Gewohnheiten ändern und unsere Ziele erreichen.

Allerdings ist es so, dass nur ein ganz kleiner Teil deiner Power im Motor des Speed-Boots steckt. Genauer gesagt kontrolliert dein Tagesbewusstsein nur ca. 2-4 % von dem was du wirklich langfristig tust. Das bedeutet, wenn du nur versuchst mit deinem Speed-Boot Gas zu geben, wirst du irgendwann den Widerstand des U-Boots spüren und das verbindende Band wird dich zurückreißen. Denn 96-98 % unserer Handlungen laufen unterbewusst ab. Wenn unser U-Boot also in eine andere Richtung will, da noch diese alten Gewohnheiten und Verknüpfungen da sind, sollte klar sein, dass das Speed-Boot immer verlieren würde. Das U-Boot lässt dem Speed-Boot für ein paar Wochen die Illusion und dann ist das Band nicht mehr lang genug und reißt dich zurück, wenn du das Unterbewusstsein nicht mitnimmst.

Das ist dann übrigens auch Teil des bekannten Jojo-Effekts und der Grund, wieso wir Diäten machen und rückfällig werden. Der Grund, wieso Leute sich im Fitnessstudio voller Elan anmelden und dann wieder aufhören, oder generell etwas voller Begeisterung beginnen, die Begeisterung jedoch nicht lange anhält. Die gute Nachricht ist, dass du dein U-Boot auch für deine neue Richtung begeistern kannst, aber dafür musst du auch mit ihm arbeiten. Hierfür gilt es erstmal die anderen unsichtbaren Gummibänder zu durchtrennen, neue Gewohnheiten zu schaffen und die Verknüpfungen aufzulösen, damit das U-Boot nicht automatisch über diese Bänder in eine ungewollte Richtung gelenkt wird.

Alte Gewohnheiten sind nämlich mit unserem Unterbewusstsein verknüpft und es geht darum, diese Verknüpfungen zu lösen. Das passiert zum Beispiel durch mentales Training und bestimmte mentale Techniken, Gefühlsarbeit, Transformation von Gefühlen und Blockaden und Erschaffung von neuen Nervenbahnen. Das Ganze mache ich übrigens ganz praktisch in Soulfood, meinem 10-Wochen-Programm, das ich geschrieben und entwickelt habe.

Wenn du selber anfangen willst, beginne damit dein Unterbewusstsein mit einzubeziehen. Nur wenn das U-Boot in die gleiche Richtung fährt, kannst du dein Ziel erreichen. Du musst dein U-Boot nur erstmal davon überzeugen, in die gleiche Richtung zu fahren.

Befreie dich von deinem Band!

Fang an, neue Gewohnheiten aufzubauen. Fang an, die Situationen genauer anzusehen, wann du zum Beispiel Heißhunger bekommst. Erkenne die Verknüpfungen der Situationen, Emotionen und Gefühle. Fang an, mit deinen Gefühlen zu arbeiten, anstatt sie zu verdrängen. Wir müssen hier mit der unterbewussten Ebene arbeiten, wenn wir wirklich Frieden finden wollen. Nur bitte tu mir einen Gefallen und falle nicht wieder auf irgendwelche Diäten rein. Ich möchte hier wirklich nochmal betonen, dass ich euch ALLE körperlichen Themen an die Hand gebe, dass eure Stoffwechselprozesse funktionieren, erkläre wie sie funktionieren sollten und ihr auf natürlichem und gesundem Weg eure Wunschfigur bekommen werdet. Keine Diät auf der Welt kann euch aber die Gründe nehmen, wieso ihr trotzdem das Verlangen nach Essen habt, ohne echten Hunger zu haben. Im Gegenteil, wenn ihr wieder anfangt mit Diäten und Einschränkungen, wird nur euer Stoffwechsel wieder leiden.

Ich habe den ganzen Prozess selber sehr lange durchgemacht und kann heute wirklich sagen, dass ich keinen Heißhunger und absolut kein Verlangen nach all den ungesunden Lebensmitteln mehr habe. Auch wenn ich nie gedacht hätte, dass das möglich sei – aber es ist so. Meine Gedanken kreisten früher ständig um all diese Themen. Aber ich habe das Gummiband durchtrennt, statt einfach weiter nur zu versuchen dagegen anzukämpfen.

Wenn ihr dabei Hilfe braucht, könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben. Ich gebe mein Bestes, zu helfen!

Ich freue mich auf dich!