Ich würde heute gerne einen Achtsamkeitsartikel machen, der uns in allen Bereichen so sehr helfen kann und einen Grundstein legen kann für tiefe Heilung.

Ich möchte dir heute sagen, was meiner Meinung nach, uns am meisten von uns selbst abschneidet und damit eins der größten Leiden überhaupt verursacht. Auf diesem Leiden bauen sehr sehr viele andere Probleme auf.

Ich möchte den heutigen Artikel wieder mit einer Frage beginnen, die lautet:

Wie oft bist du wirklich im Hier und Jetzt?  

Und vielleicht denkst du dir jetzt gerade: Hä? Ich bin doch die ganze Zeit hier. Wo soll ich denn sonst sein?

Ich sag’s dir – du bist entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft mit deinen Gedanken.

Wenn du jetzt das erste Mal wirklich darüber nachdenkst und es dir noch schwer fällt zu glauben, fang einfach mal bewusst an, dich im Alltag zu beobachten.

Wenn du wach wirst, denkst du meistens schon darüber nach, was du anziehen wirst. Wenn du dich anziehst, denkst du meistens schon darüber nach, welches Brötchen du dir noch schnell vom Bäcker auf dem Weg zur Arbeit holen wirst. Während du auf dem Weg zur Arbeit bist, denkst du schon darüber nach, was du heute alles zutun hast und dass du mit dem Projekt gerade etwas hinterherhängst. Vielleicht denkst du darüber nach, wie genervt deine Chefin beim letzten Mal war, als du zu spät deine Aufgaben abgegeben hast. Und so schwankst du mit deinen Gendanken von der Vergangenheit zur Zukunft und umgekehrt.

Doch jetzt ist meine Frage:

Wann bist du das letzte Mal wach geworden und hast deine Gedanken an den Tag noch nicht deinen Kopf vollstopfen lassen?

Wann hast du das letzte Mal wirklich deine Umgebung mit all deinen Sinnen wahrgenommen?

Wann bist du das letzte Mal wach geworden und hast nochmal gefühlt, wie weich die Decke ist und langsam deine Füße und Hände bewegt? Wann hast du zuletzt dich gestreckt und bewusst wahrgenommen, wie wohltuend die Dehnung für deinen Körper ist und bewusst nochmal deine Umgebung wahrgenommen? Wann hast du dich vielleicht nochmal bewusst zu deinem Partner, deiner Katze oder dich selbst gedreht und nochmal den Geruch der warmen Haut eingeatmet? Wann hast du zuletzt DANKE gesagt, für den Tag, der dir bevorsteht und dass du gesund bist? Wann hast du zuletzt nochmal die Sonnenstrahlen auf deiner Haut gespürt, bevor du aus dem Bett gesprungen bist?

Wann nimmst du wirklich noch RICHTIG und BEWUSST das Leben wahr? Und wann befindest du dich in einem Gedankenstrudel und in einem Zustand des Funktionierens?

Ich sag dir jetzt was: Die meisten Menschen befinden sich den ganzen Tag über in einem Zustand der lebendigen Toten.

Ich weiß, das ist hart und ich bin bewusst so hart und sage es so, wie es ist weil es meiner Meinung nach der Hauptgrund ist, wieso wir immer mehr unser Licht verlieren.

Wir leben in einem unbewussten Zustand von Angst, anderen Meinungen und dem Gefühl, nicht genug zu sein. Aus diesem Konstrukt haben wir heute etwas entwickelt, das wir LEBEN nennen, dabei ist unsere Art zu existieren, echtem LEBEN schon lange nicht mehr würdig.

Ich möchte dich in diesem heutigen Artikel dazu ermutigen, wieder anzufangen zu LEBEN. Natürlich können wir uns von unseren ganzen Konstrukten nicht von heute auf morgen einfach so lösen aber wir heilen und erkennen uns im Bewusstsein und im HIER und JETZT. Deswegen ist unsere Basis, das bewusste ANKOMMEN im Hier und Jetzt.

Stress entsteht durch unseren Gedanken

Abgesehen von dem Auflösen aller nicht zu uns gehörigen Punkte im Hier und Jetzt und der emotionalen Arbeit, ist dieser Zustand, in dem wir uns befinden auch zuständig, für den Stress, den wir empfinden.

Wir können nur Stress empfinden, wenn wir in der Vergangenheit oder in der Zukunft leben.

Hier ein kleines Beispiel dafür:  

Du bist auf der Arbeit und fühlst dich gestresst. Warum bist du wirklich gestresst? Du denkst entweder darüber nach, und das ist in den meisten Fällen der Fall, was du noch alles zutun hast oder hast Angst, nicht rechtzeitig fertig zu werden oder aber du denkst daran, dass deine Arbeit beim letzten Mal der Chefin nicht genug war und hast Angst, Ansprüchen nicht zu genügen.

Das sind die Punkte, die in dir wirklich Stress auslösen. Nicht die Aufgabe an sich. Kommen wir nämlich voll und ganz im Hier und Jetzt an, gibt es gerade nur diese eine Aufgabe und die völlige Hingabe.

Wenn wir wirklich wieder voll und ganz im Hier und Jetzt ankommen, gibt es keinen Stress bzw. kann kein Stress entstehen.

Diesen Zustand können wir bewusst trainieren und NUR, einzig und allein in diesem Moment Glück erfahren. Solange wir denken, dass wir in der Zukunft glücklich werden, können wir nicht glücklich werden, da wir niemals den Zustand von „irgendwann in der Zukunft“ verlassen werden.

Wir denken so oft, dass es die großen Ziele sind, die uns wirklich glücklich machen werden, doch wenn wir sie dann erreichen spüren wir, dass wir, neben höchstens ein bisschen Freude, immer noch nicht glücklich sind.

Echtes Glück einzig und allein in diesem Moment statt und bis wir dieses Gefühl nicht erfahren, ist es für uns ganz schwer zu greifen aber wir können erst wieder erfahren, wenn wir wieder in uns und im Hier und Jetzt ankommen.

Bewusstsein schafft wahre Erfüllung

Ich hatte letzte Woche ein Zoom Meeting mit meinen Coaching Mädels, die ich 1:1 betreue und einer der Mädels hat mir von einem Moment erzählt, den sie die Woche hatte.

Wir haben sehr viel damit gearbeitet, dass wir all aufgesetzten Punkte beginnen loszulassen und wieder erkennen, wer wir wirklich sind. So war es möglich, dass sie einen Moment der puren Liebe und Dankbarkeit völlig ohne Grund erleben durfte.

Sie erzählte mir davon, dass sie einfach nur da saß, bewusst und im Moment und in ihr angekommen und durch sie pure Liebe und Dankbarkeit flossen.

Das hat mich so sehr gefreut, weil es manchmal nicht leicht ist zu greifen, was es bedeutet, innerlich glücklich zu werden und dass wir Glück im Außen nicht erfahren können. Dass das eine Illusion ist der Gesellschaft, in die wir hinein geboren sind.

Es ist die innere Freiheit und das innere Ankommen, das uns wirklich glücklich macht. Erst wenn wir diese innere Freiheit sich ausbreiten lassen, werden wir nichts mehr im Außen brauchen, dass uns glücklich macht denn alles andere entwickelt sich nach und nach, ganz natürlich.

Deswegen weiß ich heute, dass ich weder meinen geliebten Freund, noch meinen Job oder meine Wohnung bräuchte um glücklich zu sein. Wenn du mich heute einfach in den Wald setzen würdest, wäre ich erfüllt, weil ich keine Abhängigkeiten im Außen mehr fühle. Dadurch erst wird das Leben wirklich leicht.

Das heißt natürlich nicht, dass ich all das nicht schätze und jeden Tag tiefe Dankbarkeit dafür empfinde aber ich weiß heute, dass ich nur IN mir glücklich sein kann.

Deswegen fühlen wir uns manchmal so, dass wir alles im Außen haben und trotzdem nicht glücklich sind – ja. Weil es nicht möglich ist, über äußere Dinge echtes Glück zu empfinden.

Ich möchte dir heute etwas mitgeben, indem du dich üben kannst um das Leben überhaupt erst wieder fühlen zu können.

Versuche bewusst langsamer zu leben.
Versuche bewusst wahrzunehmen.
Versuche immer nur eine Sache zu tun.

Spring nicht einfach morgens aus dem Bett und lass dich von deinem täglichen Gedankenstrudel einholen. Es wird dir am Anfang schwerfallen, aber wir können es trainieren. Nimm deine Umgebung wahr. Versuch alle deine Sinne einzusetzen. Wenn du dir die Hände wäscht, nimm das kalte Wasser wahr, wie es deine Haut berührt und erfrischt. Schaue dir morgens im Spiegel, bewusst in die Augen. Fang wieder an, die Schönheit in den normalsten Dingen der Welt, wahrzunehmen.

Nimm wieder wahr, wie der Wind durch die Blätter streicht. Zieh beim spazieren gehen einfach mal wieder die Schuhe aus und fühle den Rasen unter deinem Fuß und zwischen den Zehen.

Ich verspreche dir, dass das die Dinge sind, die uns wirklich glücklich machen. Je mehr wir diese Liebe und Dankbarkeit IN UNS sich ausbreiten lassen, desto heller wird es wieder.

Wenn du die letzte Folge dir angehört hast, dann weißt du, was ich meine mit: Damit lassen wir den hellen Bereich in uns, sich wieder ausweiten und das Licht in uns wieder brennen.

Das bedeutet Leben. Leben ist kein äußeren Erfolg nach Erfolg feiern, um kurze Momente des Glücks zu erfahren. Natürlich brauchen wir das, bevor wir zurück in die Selbstermächtigung kommen und echtes Glück erfahren.

Und je mehr du ins Bewusstsein kommst, desto mehr wirst du erkennen, was und wer du nicht bist um es nach und nach loslassen zu können.

Ich empfehle dir hierfür auch meine Gehmeditation, Folge 51 anzuhören. Hier leite ich dich an, beim spazieren gehen dich, deine Bewegungen und deine Umgebung bewusst wahrzunehmen.

Bitte sei nicht enttäuscht, wenn du nicht direkt Gefühle des Glücks oder der Dankbarkeit empfindest, denn wir dürfen uns natürlich erstmal wieder darin üben, uns wirklich zu fühlen und in uns anzukommen.

Ich wünsche dir dabei unendlich viel Freude.