Im heutigen Beitrag möchte ich gerne die Geschichte von drei wundervollen Frauen mit dir teilen <3 Alle drei haben eine ganz individuelle Geschichte zu erzählen, aber eine Gemeinsamkeit gibt es: Sie alle sind den Weg raus aus dem Kampf gegangen und führen heute ein Leben in Verbindung mit sich und in Harmonie mit ihrem Körper. Sie alle haben die Opferrolle hinter sich gelassen, sind in die Selbstermächtigung gegangen und haben sich das Leben kreiert, nachdem ihr Herz ruft.

Ich bin jedes Mal aufs neue wahnsinnig berührt, wenn ich höre, wie sich das komplette Leben der Frauen mit Soulfood verändert. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich die Entwicklung sehe und bin zeitgleich unheimlich stolz, weil ich selbst weiß, dass es Mut erfordert, einen neuen Weg zu gehen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen <3

Die liebe Lucie <3

Lucie war Teilnehmerin der vorletzten Soulfood-Runde im April 2020 und hat selbst knapp 20 Jahre gegen sich und die Essstörung gekämpft. Sie sagt selbst, dass ein Leben ohne das Thema Essen für sie unvorstellbar war, dass sie die Selbstliebe komplett verloren hatte und sich eigentlich ständig nur optimieren wollte.

Vor Soulfood…

Wie bei so vielen Frauen nahm Lucies Leidensgeschichte schon in der frühen Kindheit ihren Ursprung.

Lucie: „Es hat super früh in meiner Kindheit schon angefangen. Die Familiensituation zu Hause war turbulent und ich bin ziemlich sicher, dass ich da schon emotional gegessen habe. Vor allem nach der Trennung meiner Eltern mit 6/7 habe ich meine Emotionen mit Essen reguliert.“

Mit 11/12 Jahren fing Lucie an, ihren Körper abzulehnen und startete die erste Diät. Mit 15 folgte dann die Anmeldung im Fitness-Studio, um sich weiter zu perfektionieren. Irgendwann, sagt Lucie, konnte sie diese Disziplin nicht mehr aufrechterhalten und sie rutschte in die Bulimie.

Lucie: „Die Bulimie hat mich dann bestimmt nochmal 13 weitere Jahre begleitet. In dieser Zeit habe ich auch wirklich alles mögliche versucht – vom exzessiven Sport bis hin zu strengen Ernährungsplänen.“

Lucie erzählt weiter, dass sie schwanger wurde und die Essstörung verschwand – vorerst. Nach der Schwangerschaft wollte ich dann wieder in Form kommen, die Pfunde loswerden, fing erneut an mit strengen Diätplänen und exzessivem Training. Ein Jahr nach der Geburt war sie dann schlanker und definierter als vorher – und dennoch nicht zufrieden.“

Lucie: „Ich bin dann in einen Selbstoptimierungswahn verfallen. Ich habe mich gefragt: Wie kann ich mich noch besser ernähren, wie kann ich noch besser trainieren, wie kann ich noch mehr Muskeln aufbauen, noch mehr in Form kommen.“

Irgendwann kam dann der Moment, indem Lucie realisierte, dass sie dieser Weg des Kampfes langfristig nicht zufrieden machen wird und entschied sich, bei Soulfood anzumelden.

Was hat sich durch Soulfood bei Lucie verändert?

Lucie: „Gefühlt -in meiner Innenwelt- hat sich mein ganzes Leben seither verändert. Die größten Erkenntnisse hatte ich mit den Themen Kontrolle und Perfektionismus. Mir war das nicht bewusst, aber ich habe mich wie in einem selbstgebauten Gefängnis befunden. Mich davon zu lösen hat mir unfassbar viel Raum gegeben, um mich wirklich zu entfalten, und zu erkennen wer ich NICHT BIN, um schließlich zu verstehen wer ich bin. Außerdem war es wichtig zu erkennen, dass ich eigentlich gar nicht die Sache im Außen haben will- den schönen Körper- sondern das Gefühl, dass der Körper mit gibt. Das ist total paradox und kann nicht funktionieren, weil ich die ganze Zeit im Außen versuchte etwas zu erreichen um in meinem Inneren etwas zu empfinde.“

Im kompletten Interview erzählt Lucie:

  • Wie sie gelernt hat, wer sie „nicht ist“

  • Wie sie es geschafft hat, die Kontrolle loszulassen

  • Wie ihr Leben heute aussieht

Das gesamte Podcast-Interview mit Lucie findest du hier <3

Unsere wundervolle Leonie <3

Leonie war ebenfalls Soulfood-Teilnehmerin der Aprilrunde und hat ihr Leben seitdem in eine ganz neue Richtung gelenkt. Sie litt vorallem unter emotionalen Essanfällen und Bulimie, die durch ihre ständigen Selbstzweifel und die Ablehnung ihres Körpers verursacht wurden.

Vor Soulfood…

Leonie erzählt im Interview, dass das Thema „Körper“ seit die denken kann schon ein Thema in ihrer Familie war.

Leonie: „In unserer Familie wurde der Körper schon immer thematisiert. Kommentare wie „du bist aber mobbelig“ oder „du isst aber viel“ waren normal.“

In der Pubertät wurde die Selbstablehnung dann erst richtig aktiv und sie begann, sich aktiv selbst zu erbrechen. Die fehlende Selbstliebe begleitete sie dann auch in den darauf folgenden Jahren.

Leonie: „Mir war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht die Konsequenz bewusst, was es mit meinem Körper macht. Es war ein Teil meines Lebens mich abzulehnen, hart zu mir zu sein und ein Ekelgefühl zu haben, wenn ich mich im Spiegel ansehe. Es war normal, Kalorien zu zählen und mich zu erbrechen. Mein Körper hat mir da eigentlich schon signalisiert, dass etwas nicht stimmt: Mein Hormonhaushalt war völlig aus dem Gleichgewicht, das habe ich an meiner Haut gemerkt und an meiner Periode, die ich mit der Zeit völlig verloren habe. Da wusste ich schon: Irgendwas muss sich ändern.“

Leonie entschied sich dann ganz spontan für Soulfood und ist heute überglücklich, dass sie diese Entscheidung getroffen hat.

Was hat sich durch Soulfood bei Leonie verändert?

Leonie: „Der krasseste Gamechanger war, sich mal in der tiefe mit den eigenen Themen auseinander zu setzen. Ich war vorher schon in Therapie und bin hier schon mit vielen Themen in Berührung gekommen, aber mit Soulfood durfte ich nochmal eine Ebene tiefer gehen und mein komplettes Verhalten hinterfragen. Da haben sich nochmal echt viele Dinge aufgetan von denen ich dachte „krass, ich hätte nie gedacht, dass das dahinter steckt“. Mein Leben hat sich seit Soulfood komplett verändert: Vorallem in meinem Inneren, aber auch im Außen ist so einiges passiert. Ich gehe bald einem großen Traum nach und ziehe nach Rom.“

Im weiteren Verlauf erzählt Leonie:

  • Wieso es so wichtig war, endlich ins Handeln zu kommen

  • Wie sie ihre Periode zurückbekommen hat

  • Wie es ihr heute geht

Leonies gesamtes Podcast-Interview findest hier <3

Meine liebe Verena <3

Verena ist Soulfood-Teilnehmerinnen aus der letzten Juli-Runde und somit noch eine ganz „frische“ Absolventin :) Ich durfte Verena im 1:1 Coaching begleiten und ihre wahnsinnig tolle Entwicklung ganz nah verfolgen. Verena erzählt im Interview, dass das Thema Kontrolle vor Soulfood ihr komplettes Leben beherrschte. Während Soulfood konnte sie lernen, die Sicherheit in sich selbst aufzubauen und so die Kontrolle loszulassen. Heute fühlt sich Verena zum ersten mal richtig frei, ist in Verbindung mit sich und kann es genießen, dass Leben einfach geschehen zu lassen <3

Vor Soulfood…

Schon in ihrer frühen Kindheit erlebte Verena durch die Streitigkeiten ihrer Eltern ein Gefühl von Ohnmacht und Kontrollverlust. Um diese verletzenden Gefühle zu vermeiden, baute sie unbewusst schon sehr früh Schutzstrategien auf und fing an sich anzupassen.

Verena: „Ich hab schon seit ich denken kann versucht, alles zu kontrollieren, mich anzupassen und allen zu gefallen. Ich war ständig im Außen, habe versucht, dass es allen anderen gut geht und das ich für alle stark bin.“

Das Thema Kontrolle wurde mit den Jahren immer stärker und weitete sich auf die verschiedensten Lebensbereiche aus. Verena versuchte zunächst durch Perfektionismus und To-Do Listen Kontrolle zu schaffen, später dann auch durch Essen und Sport: Sie begann Lebensmittel zu tracken und sich an exzessive Sportpläne zu klammern. Ein typischer Tag bei Verena war komplett durchgetaktet. Sie stand auf und wusste bereits, wie jede Stunde ihres Tages aussehen würde. Abends hakte sie ihre To-Do Liste ab und war gedanklich schon wieder im nächsten Tag. Im Moment ankommen, genießen und das Leben einfach auf sich zukommen zu lassen war undenkbar.

Verena: „Ich habe auch hier das Extrem gewählt. Es war nicht so, dass ich auf mich und meine Bedürfnisse geschaut habe oder darauf, was mein Körper braucht. Ich hab einfach nur gemacht, was Pläne sagen oder andere Menschen, die es davor so gemacht haben. Ich habe früher immer gedacht: Ich hab noch nicht genug geleistet. Ich kann mich noch nicht entspannen. Vor allem beim Thema Sport war das so. Auch wenn mein Körper signalisierte das ich Ruhe brauchte, war es wie ein Zwang, sonst habe ich mich schlecht gefühlt.“

Im Juni entschied sich Verena dann erneut für Soulfood und ich durfte sie in der 1:1 Betreuung begleiten

Was hat sich seit Soulfood für Verena verändert?

Verena: „Ich hab durch Soulfood angefangen, mutig zu sein und mich der Erfahrung hinzugegeben. Erst mit der Erfahrung konnte ich sehen: Es passiert nichts, es fühlt sich sogar befreiend an. Ich durfte erkennen, dass das loslassen eigentlich so unglaublich heilsam ist; einfach mal allen Gefühlen Raum geben und zu schauen, was wirklich dahintersteckt. Das ist die Reise zu mir selbst und die genieße ich mittlerweile einfach.“

Verenas leben hat sich seither komplett verändert.

Verena: „Jetzt bin ich morgens aufgeladen und glücklich, weil ich erstmal mit mir in Verbindung gehe und mir Zeit für meine Bedürfnisse schenke. Dann habe ich auch gemerkt, dass ich auch meinen Mitmenschen viel mehr geben kann, weil es nicht einfach um das Abhaken von Treffen geht, sondern weil ich mich ganz bewusst dafür entscheide“

Im weiteren Verlauf des Interviews erzählt Verena:

  • Wie sie es geschafft hat, den Sportzwang loszulassen

  • Wie es für sie war die Fitnessuhr abzulegen

  • Wie sie es schaffte, sich emotional zu öffnen

Verenas gesamtes Podcast-Interview findest du hier <3

Ich hoffe das die Geschichten dieser drei wundervollen Frauen dich inspirieren- und dir vor allem eine klare Botschaft vermitteln konnten: Es gibt einen Weg da raus, wenn man nur beginnt die ersten kleinen Schritte zu gehen <3