Solche Gedanken geistern auch Dir im Kopf herum? Du fragst Dich, ob Du es überhaupt verdient hast, Hilfe in Anspruch zu nehmen? Ob Dein „Problem“ überhaupt der Rede wert ist?

Wir haben die Bewerbungsphase für die Juli-Runde hinter uns gelassen und auch dieses Mal macht es mich wieder so traurig zu sehen, dass so unfassbar viele Frauen daran zweifeln, dass sie Hilfe verdient haben. Warum es dabei um viel mehr geht als das Thema Essen und Körper und warum wir alle zu emotionalen Zombies geworden sind, darum soll es in diesem Blogbeitrag gehen.

Wir sind emotionale Zombies – auf der Flucht vor der inneren Leere, auf der Suche nach dem großen Glück

Wenn ich durch die Innenstadt von Frankfurt laufe, begegne ich immer wieder Menschen, die so unglaublich gestresst sind und gleichzeitig diese unheimliche Leere in ihren Augen haben. In der rechten Hand den Porscheschlüssel, in der linken die Zigarette. Andere balancieren vollgestopfte Einkaufstüten neben einem üppigen Eisbecher. Konsum. Kompensation. Aufmerksamkeit. Wir verschaffen uns kurze Glückmomente, indem wir den nächsten Urlaub buchen, endlich die lang ersehnte Beförderung bekommen, uns die neuste Handtasche kaufen oder eben durch das Essen.

Doch, was wären wir ohne all das? Warum glauben wir, all das zu brauchen, um glücklich sein zu können?

Das größte Leid des Menschen ist es, abgetrennt zu sein von sich selbst und seinem Wesenskern. Was wir Leben nennen, gleicht heute mehr einer nüchternen Existenz. Wir wissen nicht mehr, wie ein Leben in Fülle aussieht. Aber was eigentlich viel schlimmer ist als das: Diese emotionale Leere ist normal für uns geworden. Wir haben uns mit diesem Zustand abgefunden und glauben nicht mehr, dass wir ein wahrhaftig erfülltes und glückliches Leben verdient haben.

Du KANNST gerade nicht anders!

Und deshalb halten wir auch so krampfhaft fest an all diesen Dingen im Außen, die uns vermeintlich glücklich machen. Wenn ich Dir jetzt eine Wunderpille anbieten würde, mit der das Thema emotionales Essen von heute auf morgen verschwindet, würdest Du sie nehmen wollen? Wenn das Thema Körper und Essen einfach weg wäre und Du ganz ehrlich zu Dir bist:

Ich sage Dir ganz ehrlich: Ich hätte damals die Wunderpille abgelehnt. Ich BRAUCHTE zu diesem Zeitpunkt das Essen, um glücklich zu sein und fürchtete mich vor dem riesigen Krater, den es offenlegen würde. In meinem Kampf hat es mich immer wieder in den Schmerz zurückgezogen, sodass ich zum Beispiel mehrmals in eine toxische Beziehung zurückkehrte, obwohl sie mich sehr unglücklich machte. Ich kannte ganz einfach nichts anderes.

Und so ergeht es uns allen in so vielen Lebensbereichen. Wir suchen nach dem Glück an den falschen Stellen und wundern uns dann, warum wir ALLES haben, was wir mit Glück assoziieren und doch nicht glücklich sein können. Der erfolgreichste Job, die wunderbarste Familie und die tollste Beziehung werden Dich nie erfüllen können, wenn in Dir diese emotionale Leere ist.

Dein System befindet sich dauerhaft im Notzustand

Wie kannst Du also denken, dass Dein Ausdruck dieser inneren Leere nicht schlimm genug sei? Wann hast Du begonnen, diese emotionale Leere als normal zu betrachten?
Wir sind NICHT hier, um nur zu existieren, einem Job nachzugehen, der uns unglücklich macht und uns abends vor dem Fernseher zu betäuben. Wir sind nichts weiter als leere Hüllen geworden, die versuchen diese Leere um keinen Preis zu spüren.

Wusstest Du, dass fast jeder Mensch unter einem Entwicklungstrauma leidet? Dabei handelt es sich um meist in der Kindheit entstandene kleine und große Seelenwunden, die unser System in den Notzustand versetzen und dafür sorgen, dass unser Nervensystem dauerhaft hochgefahren ist. Wenn diese alten Verletzungen täglich getriggert werden, in Situationen, in denen wir uns nicht wichtig genommen oder zu wenig wertgeschätzt fühlen, dann sind wir nicht nur wütend, traurig und frustriert, sondern wir erschaffen uns im Laufe der Zeit die verschiedensten Themen, um nicht mit diesem tiefen Schmerz in Berührung zu kommen. Und solange Du Dich in einem Notzustand befindest, das heißt, solange Du Dich den zugrundeliegenden Seelenwunden und Dir selbst und Deinen Emotionen nicht zuwendest, solange BRAUCHST Du das Essen und jede andere Art der Kompensation und des Glücks im Außen.

Glück ist ein Geburtsrecht

Ich möchte Dich zu einer kleinen Übung einladen. Wenn Du magst, schließe einmal für einen Moment Deine Augen und spüre in Dich hinein:

Und wenn Du beide Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, wenn Du spürst, dass Deine Seele und verletzte Anteile in Dir danach schreien, gehört zu werden, wenn Du der dunklen Wolke, die Dich tagtäglich umgibt, endlich entkommen und Dich der Sonne zuwenden möchtest, ist es dann nicht vollkommen egal, welche Form der Kompensation sich gerade bei Dir wie ausdrückt? Ist es gerade wirklich so entscheidend, ob wir einen oder 20 Fressanfälle pro Tag haben oder geht es nicht vielmehr darum, dass wir uns endlich wieder erlauben, glücklich zu sein?

Es ist verdammt nochmal unser GEBURTSRECHT, glücklich zu sein und in uns steckt ein ganzes unentdecktes Universum an Gefühlen, ein Garten Eden, ein Paradies, in dem wir alles, wirklich alles finden, was wir brauchen, um glücklich zu sein. Und ich verspreche Dir: Wenn Du erkennst, WIESO Du nicht glücklich bist und beginnst, Dich Dir selbst wieder zuzuwenden und Dein eigenes Glas zu füllen, dann verändert sich Dein Essverhalten ganz automatisch und das Thema Essen und Körper wird keine Rolle mehr in Deinem Leben spielen. Du wirst es als das sehen, was es ist. Das Essen gibt Dir die Energie, die Du zum Leben brauchst und Dein Körper ist Dein Tempel, Dein zu Hause auf dieser Welt, der jeden Tag so unglaublich viel für Dich leistet. Und Du darfst Dich um ihn kümmern und ihn wertschätzen, so wie Du DICH selbst lieben und wertschätzen darfst.

Konntest Du Dich wiederfinden in meinen Worten? Kannst Du auch nicht akzeptieren, dass DAS Dein Leben sein soll? Möchtest Du tiefer gehen und an Deinen wahren Ursachen arbeiten, statt immer nur an der Oberfläche zu kratzen? Dann bewirb Dich JETZT noch schnell für die Juli-Runde und Du wirst Dich fühlen wie diese ehemalige Soulfood-Teilnehmerin aus der April-Runde:

„Ich habe mich gefühlt wie Dornröschen, die aus einem hundertjährigen Schlaf erwacht ist. Es war, als würde ich aus einem goldenen Käfig ausbrechen, in dem ich mich selbst jahrelang gefangen gehalten hatte, den Schlüssel in der eigenen Hand.“

Trau Dich! Ich verspreche Dir, es lohnt sich ♥