In diesem Artikel möchte ich mit dir darüber sprechen, wie du es schaffen kannst, die VERBINDUNG zu dir selbst zu stärken. Ich habe jetzt schon häufig die Frage bekommen, was man denn macht, wenn man sich mit sich selbst beschäftigt und viele wissen nicht so richtig, wie sie damit umgehen sollen und was sie eigentlich mit sich anstellen sollen.

Ich möchte diesen Artikel dafür nutzen, um dir ein paar wichtige Gedankengänge mit an die Hand zu geben. Derzeit mache ich eine ganz besondere Selbstfürsorge Challenge auf meinem zweiten Profil, mit der ich euch ebenfalls weitere Anhaltspunkte gebe, um die Verbindung zu euch selbst wieder aufzubauen. Wenn du also noch nicht mitmachst, kannst du zu jederzeit einsteigen. In meinen Highlights findest du nochmal alle vergangenen Tage, die du natürlich auch für dich nochmal nach und nach bearbeiten kannst.

Das Thema „die Verbindung zu sich selbst herstellen“ beinhaltet natürlich viele kleine Puzzlestücke und die Überschrift aller, ist wohl „ACHTSAMKEIT“. Das Ziel ist also, nach und nach immer mehr bei sich anzukommen und nicht nur in Meditationen oder ähnlichem sich selber zu fühlen und wahrzunehmen. Um zu diesem Punkt zu gelangen, kann es uns unglaublich helfen, mit den einzelnen Puzzlestücken zu arbeiten. Denn niemand von uns wird plötzlich, ohne etwas dafür zu tun, an dem Punkt stehen, an dem wir komplett in uns ruhen!

Jeder einzelne Schritt zählt

Es ist ein Weg und hier lernen wir nach und nach das Sprichwort zu verstehen „der Weg ist das Ziel“. Denn den Weg hin, um uns selbst zu begegnen, gehen wir nicht, um einfach nur ein Ziel zu erreichen. Stattdessen geht es um jeden einzelnen Schritt, den wir beginnen können zu genießen. Das Denken anzunehmen ist tatsächlich am Anfang für uns nicht so einfach, weil wir sehr stark darauf konditioniert sind, etwas zu tun, um Ergebnisse zu erzielen. Allerdings dürfen wir die innere Arbeit und alles, was damit zusammengehört, eher wie ein Hobby bezeichnen.

Das bedeutet, der erste Schritt beginnt bereits bei unserer inneren Haltung. Es geht darum, wieso ich mich mir selber zuwenden möchte. Solange es bei mir eingespeichert ist, als etwas, was ich halt tun MUSS, wird es mich niemals dahin führen, wo ich hinmöchte.

Merke dir an dieser Stelle: Kampf und innere Entfaltung können niemals nebeneinander existieren!

Versuchen wir den inneren Weg über Druck und Zwang zu gehen, geben wir der Kontrolle nur eine neue Maske. Lass mich das Ganze an dieser Stelle nochmal vergleichen mit dem Sport, den ich früher und heute ausgeübt habe. Früher habe ich Sport vor allem gemacht, um das Ergebnis zu erzielen. Ich habe mich zwar selbst gerne belogen und mir gesagt, dass ich es gerne mache und es mein Hobby ist, doch wäre es wirklich der Fall gewesen, hätte ich komplett in mich hinein hören können, ob ich mich gerade danach sehne oder nicht. Hätte ich mich nicht danach gefühlt oder mich nach etwas anderem gesehnt und es dann nicht gemacht, hätte ich mich aber stattdessen selbst beschimpft, wäre sauer auf mich gewesen und mir schlimme Vorwürfe gemacht oder geguckt, wie ich es anders wieder ausgleichen kann.

Sport war also vor allem mit Kontrolle verbunden!

Lege den Fokus auf das FÜHLEN

Heute mache ich Sport aus meinem Gefühl und aus der Freude des FÜHLENS heraus. Das Ergebnis spielt dabei erstmal keine wirkliche Rolle. Es geht um das Fühlen im HIER und JETZT. Ich weiß, dass es mein Körper und auch meine Seele braucht. Genau das können wir auf unseren inneren Weg übertragen. Solange wir es aufgrund des Ergebnisses machen, um etwas zu verändern oder weg haben zu wollen, sitzt es auf dem Fundament des Selbsthasses oder der Kontrolle.

Der erste Schritt bevor wir also wirklich beginnen, ist, dass wir den Fokus voll und ganz auf das ERFAHREN und FÜHLEN legen. Solange wir so handeln werden wir immer in einem emotionalen Mangel leben. Es geht aber darum, dass wir nach und nach in die emotionale Fülle kommen, und diese können wir immer nur im HIER & JETZT erreichen und fühlen.

Bevor ich also jetzt auf verschiedene Punkte eingehen möchte, wie du dir selbst näherkommen kannst, überprüfe bitte deine innere Einstellung zu all dem.

Der erste Schritt beginnt mit einem inneren LOSLASSEN.

Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass du beginnst dich wirklich kennen zu lernen und zu verstehen. Es geht also darum deiner inneren Welt wieder Raum zu geben, statt in der Außenwelt einfach nur zu reagieren und zu handeln. Es geht also darum, dass du hinter deine eigene Fassade beginnst zu blicken und zu schauen, WIESO du wie reagierst und das Thema nicht mehr oberflächlich betrachtest. Ich mache das ganze jetzt mal anhand eines Beispiels fest.

Nur selten wählen wir den INNEREN Weg

Stellen wir uns vor, du befindest dich in einer unglücklichen Beziehung und ihr streitet euch oft. Du bist super unzufrieden mit der Beziehung und auch mit ihm. Du würdest dir wünschen, dass er aufmerksamer ist und du bist ständig genervt von seiner Unordnung.

Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen.

  1. Die Mehrheit der Menschen wählt den Weg der Unzufriedenheit und des Meckerns. Sie konzentrieren sich auf die Dinge, die ihnen nicht gefallen und stören. Sie meckern ihren Freund an, beschweren sich bei den Freundinnen über sein rücksichtsloses Verhalten usw. Hier bleiben ganz viele Menschen stecken und ändern nicht mehr viel an der Situation. Es kann sein, dass sich das Ganze dann irgendwann so zuspitzt, dass einer der beiden Schluss macht weil es einfach nicht mehr aushaltbar ist.

  1. Den zweiten Weg gehen schon wesentlich weniger Menschen. Der zweite Weg würde so aussehen, dass man sich anschaut, was einen wirklich stört und versucht mit dem Partner Kompromisse zu finden, um Veränderungen zu erzielen. Das sind dann Vereinbarungen, die einem Helfen mit der Unzufriedenheit besser klar zu kommen. Beispiel: „Du räumst deine dreckige Wäsche weg und dafür guck ich abends nicht mehr so laut meine Lieblinsgssendung, was dich so stört.“ Wir nehmen uns also die Störfaktoren und versuchen sie aus dem Weg zu schaffen. Doch, dass wir hier immer noch de äußeren Weg gehen, ist wohl der Minderheit der Menschen bewusst.

  1. Erst der dritte Weg ist der INNERE Weg. Der sieht nämlich so aus: Du fängst an dich zu fragen, was das alles eigentlich über dich aussagt. Zum einen ist der Partner immer ein Spiegel deiner Selbst. Bedeutet, wenn er dich unachtsam behandelt, fängst du an dich zu fragen, wie du dich eigentlich selbst behandelst. Beim inneren Weg weißt du, dass niemand dir Liebe und Achtung schenken kann, wenn du es dir nicht selbst schenkst. Du fragst dich also: Wie kann ICH mir mehr Liebe und Achtung schenken? Du beginnst deinen Partner als Lehrer anzunehmen. Es geht hier nicht mehr um IHN, sondern es geht bei allem um DICH.

Damit verändert sich auch dein Gefühl ihm gegenüber denn du beginnst, dich in ihm zu sehen. Das bedeutet nicht, dass du alles hinnimmst, wie andere dich behandeln. Im Gegenteil. Wenn du deine Aufgabe verstanden hast und sie bearbeitest, stehst du an einem Punkt und weißt, ob du diese Beziehung noch weiterführen möchtest oder nicht. Vielleicht war dein Partner nur ein wichtiger Lehrer, um dir zu zeigen, welche Anteile in dir noch geheilt werden dürfen und nun ist es an der Zeit loszulassen. Nämlich auch das ist der innere Weg. Sich zu fragen: „Wieso führe ich diese Beziehung, wenn ich nicht glücklich bin?“ Was stecken da eigentlich für Ängste hinter? Auch diese Ängste zeigen uns wieder unsere Aufgaben. Es geht also bei ALLEM immer um DICH.

Ganz häufig ist es allerdings auch so, dass dein Partner deine Veränderung bewusst wahrnimmt und fühlt, wie du den Kampf losgelassen hast und er auch beginnt, sich mit zu entwickeln. Aber das muss nicht sein und das spielt auch nicht die primäre Rolle. Natürlich ist es schön, aber es geht nicht um ihn oder euch.

Es geht um deine innere Entwicklung und da darf sich alles so entwickeln, wie es sich halt entwickelt. SO, jetzt gehen wir davon aus, dass du den inneren Weg für dich gewählt hast. Du hast also erkannt, dass du in einer Beziehung bist, mit der du nicht zufrieden bist, und trotzdem hängst du seit 5 Jahren in dieser Beziehung.

Warum die Arbeit mit unserem Herzen so wichtig ist

Im nächsten Schritt geht es darum, die Fragen zu ergründen, wieso du unglücklich bist und trotzdem nichts an der Situation verändert hast. Sehr sehr gerne gehe ich mit solchen Fragen in die Meditation oder ins Journaling. Hier hast du direkt zwei Punkte, ohne die eine tiefe innere Arbeit und Auseinandersetzung mit dir selbst schwierig ist, denn hier stößt du oft auf Themen, die dir vorher nicht bewusst waren. Wir versuchen nämlich ganz oft alles mit unserem Kopf zu erklären. Es ist aber die Arbeit mit unserem HERZEN und unserem Unterbewusstsein, die uns Antworten liefern kann. Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns ganz viel Zeit mit uns selbst nehmen, um die Sprache unseres Herzens wieder verstehen zu lernen.

Das mit der Beziehung ist jetzt noch ein offensichtlicheres Thema als viele andere. Zu vielen anderen Themen finden wir nämlich keinen Zugang, weil sie sich tief in uns eingenistet haben und dort schlummern. Die können wir nach und nach erst wiedersehen und wiederfinden, wenn wir lernen unsere Emotionen wieder wahr zu nehmen und ihnen Raum zu geben. Alle Emotionen tragen Informationen und Rufe unseres Herzens in sich. Um diese nach und nach wieder wahr zu nehmen, ist es wichtig, sich Raum dafür zu geben. Das habe ich jetzt in der Selbstfürsorge Challenge beispielsweise über Achtsamkeitstools gelöst. Wenn du zum Beispiel wieder beginnst, dein Handy eine Stunde vor dem Schlafen gehen, weg zu legen oder bewusst und achtsam spazieren gehst, kommst du mit dir selbst und deinen Gefühlen wieder in Kontakt. Stell dir die Beziehung zu dir selbst vor, wie eine Beziehung zu jedem anderen Menschen auch. Du kannst erst verstehen, was wirklich in dem anderen vor sich geht, wenn du Zeit mit ihm verbringst. Deswegen lernt man den Partner oft erst kennen, wenn wir mit ihm zusammenwohnen. Doch gibt es dieses Zusammenleben mit uns meistens kaum. Stattdessen lenken wir uns die ganze Zeit über ab, und haben gar keine Chance uns wirklich zu verstehen und kennen zu lernen.

Deswegen ist die ZEIT mit sich so wichtig. Uns selbst wahrnehmen und fühlen, das können wir am Tag immer wieder und wieder. Dafür dürfen wir uns immer wieder aus den Gedankenstrudeln rausziehen, in denen wir entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft sind. Wir dürfen aufhören, uns vom Fernseher, anderen Menschen oder auch einem Buch oder Podcast beschallen zu lassen. Ja, auch hier nimmst du etwas von außen zu dir und deine eigenen Themen haben keine Chance einfach zu fließen und sich auszudrücken. Deswegen kann auch der spirituelle Weg mit einer neuen MASKE verhaftet werden, wenn wir einen Kurs nach dem anderen machen, ein Buch nach dem anderen lesen, ein Seminar nach dem anderen machen, ohne uns mit dem neuen Wissen wirklich mit uns selbst auseinander zu setzen. Dann bleiben wir im Konsumieren, und nehmen uns die Chance zu tiefen, echten Veränderungen!

Deine Innenwelt braucht also Raum, Aufmerksamkeit und den Willen zuzuhören.

Und dabei ist es unheimlich wichtig, dass du es machst, um dich selbst zu erfahren und kennen zu lernen und nicht nur um ein Ergebnis zu erreichen!

Verbringst du gerne Zeit mit deinem Partner, weil die Erfahrung schön ist, oder weil du denkst, dass es nötig ist damit ihr in der Zukunft glücklich seid? Mal davon ab, dass du sowieso nur eine wirkliche, glückliche Beziehung mit einem anderen Menschen führen kannst, wenn du eine echte, glückliche Beziehung mit dir selbst führst.

Die Suche nach den Antworten

Okay, dann kommen wir nochmal einmal auf das Thema zurück, dass du in deiner Beziehung den inneren Weg gegangen bist, und herausgefunden hast, dass du dich nur noch nicht getrennt hast, weil du Angst hast.

An dieser Stelle kannst du dich fragen: Wovor du eigentlich Angst hast.

Ein Coach holt dich an dieser Stelle ab, und gibt dir Gedankengänge mit auf den Weg. Stellt dir Fragen, die dich Dinge sehen lassen, die du selbst nicht siehst. Deswegen ist es so wertvoll, Menschen auf deinem Weg bei dir zu haben. Natürlich kannst du aber auch für dich allein mit dieser Frage arbeiten! Dafür nimmst du dir diese Frage einmal und schreibst sie in dein Journal. Dazu gehst du mit dieser Frage in eine Meditation. Dabei werden dir unheimlich viele Gedanken durch den Kopf schießen. Wenn du nicht versuchst, sie zu kontrollieren, sondern ihnen einfach Raum zu geben, wirst du nach und nach, Schicht für Schicht, wie bei einer Zwiebel, der eigentlichen Antwort näherkommen.

Und natürlich ist danach das Thema nicht abgehakt, ganz im Gegenteil, JETZT beginnt es erst so richtig. Auf diese Erfahrung und Erkenntnis kannst du nämlich aufbauen, und kommst Schicht für Schicht tiefer zu den Ursprüngen. Auf diesem Weg erkennst du, dass es niemals wirklich um deine Beziehung ging. Es ging immer nur um DICH. Der Weg des Loslassens ist ein Prozess, der sich nach und nach einstellt, der aber dein Bewusstsein bedarf. Innere Sicherheit kann sich ERST einstellen, wenn du verstehst, wieso du innerlich nicht sicher bist.

Und erst dann, kann sich deine Beziehung vielleicht wirklich ändern. Entweder hat euch dieser Weg dann näher zusammengeführt. Denn der Sog, die Erwartungen und die Angst sind weg – und das spürt auch dein Partner, sodass er dich endlich so sehen kann, wie du dich selbst jetzt siehst. Oder aber du hast dich so weit weg entwickelt und bist in dir angekommen, dass du bereit bist, loszulassen, was nicht mehr dein Inneres spiegelt. Aber das ist nicht mehr wichtig, weil du nun an dem Punkt bist, an dem du mit BEIDEN Möglichkeiten einverstanden bist. Denn egal welche Möglichkeit du wählst, sie spiegeln beide deine Innenwelt wider.

Schritt für Schritt kommst du dir selbst wieder näher

DAS ist echte innere Arbeit. Und DAS kann niemals passieren, weil du denkst, jetzt spirituelle Bücher zu lesen oder ab und zu eine Meditation zu machen. DAS kann nur passieren, wenn du nach und nach lernst dich komplett deiner INNENWELT hin zu geben, um dich selbst zu erfahren und um in deinem Inneren GANZ zu werden. Das ist ein Prozess der LIEBE. Natürlich ist er nicht immer leicht, aber mit jedem einzelnen Schritt lernst du dir selbst wieder näher zu kommen, dich zu verstehen und in DIR anzukommen. Dabei spielt die äußere Welt nach und nach eine immer kleine Rolle als deine Innenwelt. Dort findest du ALLES. DU lernst, dass deine Außenwelt immer nur der Spiegel deiner Innenwelt ist und jede echte Veränderung nur in deinem Inneren stattfindet.

Lasst uns aufhören den Weg nach innen zu gehen, weil wir denken das tun zu MÜSSEN um ein Ergebnis zu erreichen und lasst uns stattdessen in der Erfahrung aufgehen. Im Fühlen aufgehen und uns voll und ganz allem hingeben, was dazu gehört!

Ich hoffe, ich konnte dir den ein oder anderen Gedankengang mitgeben und dir ein bisschen mehr Klarheit dafür geben, was ECHTE innere Arbeit ist.