Ein so spannendes Thema, auf das ich mich jetzt richtig freue, weil ich das Gefühl habe, dass die Wörter „Körperakzeptanz“ und „Selbstliebe“ fast schon inflationär benutzt werden und niemand mehr so richtig die tiefe Bedeutung davon versteht bzw. den Weg dahinter sieht.

Eine Sache vorweg: Du wirst in diesem Artikel keine 5 Schritte Tipps bekommen, wie du dich selbst lieben kannst oder wie du deinen Körper akzeptieren kannst. Ich denke, das kannst du dir auch schon denken, denn meiner Meinung nach, bedarf es etwas mehr innere Arbeit, bis man das Ziel ECHTE Körperakzeptanz und ECHTE Selbstliebe erreichen kann.

Grundsätzlich finde ich viele Tipps wirklich gut, die so im Internet, auf Blogs oder in Büchern kursieren. Allerdings handelt es sich bei vielen Punkten um ein „Überschreiben“ von dem eigentlichen Problem. Deswegen würde ich das Thema gerne mal etwas tiefer für dich durchleuchten und dir natürlich auch gleichermaßen sagen, wie meine Arbeit mit dem Thema aussieht.

Wir fokussieren uns nur auf das Negative

Schauen wir uns das Thema doch mal in deinem momentanen IST Zustand an. Aus irgendeinem Grund magst du dich nicht. Warum genau, sei erstmal mal dahingestellt. Aus diesem Grund siehst du vor allem die Dinge an dir, die du nicht magst. Und genau darauf bist du nun programmiert.

Das siehst du zum Beispiel daran, dass du vor dem Spiegel stehst und nur die Dinge siehst, die du NICHT an dir magst. Denk mal drüber nach, wann du wirklich bewusst in den Spiegel schaust und dir einfach mal sagst, wie sehr du deine Nase magst, deinen Mund, deine Augen oder sonst was. Nein, wir konzentrieren uns meist auf die Dinge, die wir nicht an uns mögen. Und genau diese Denk- und Sichtweise sorgt dafür, dass wir nicht einfach so ein neues Grundgefühl aufbauen können. Wir sind wortwörtlich darauf programmiert, nur das Negative zu sehen. Unser ganzes Denken funktioniert heute so. Das ist meistens auch so, wenn du dir dein restliches Leben anschaust. In den meisten Fällen sehen wir die Dinge, mit denen wir unzufrieden sind und beschweren uns darüber, reden gerne stundenlang darüber, aber in den wenigsten Fällen, schauen wir uns an, was ganz toll ist und für was wir dankbar sind.

Genauso ist es auch bei unserem Verhalten. Ständig verurteilen wir uns dafür, was wir nicht gut machen, aber sehr selten sagen wir uns, was wir wirklich toll gemacht haben. Das bedeutet, dass unser ganzes Denken auf Negativ gepolt ist. Es ist also mehr als eine Ablehnung unseres Körpers. Es ist unsere ganze Grundeinstellung und der Umgang mit uns selbst, unseren Mitmenschen und dem Leben. Und damit betrifft es unser GANZES SEIN.

Gedanken einfach so neu zu denken, ist dabei nicht so einfach. Wir sprechen hier von neuronalen Verknüpfungen und tiefen Nervenbahnen, die seit Jahren oder vielleicht Jahrzenten so eingespeichert sind.

Wusstest du, dass wir ca. 60000 – 70000 Gedanken am Tag denken?

98% dieser Gedanken sind Wiederholungen von Gedanken, die du bereits gedacht hast.

Das bedeutet, dass diese Gedanken unterbewusst ablaufen und ohne dein Bewusstsein entstehen. Das bedeutet, dass nur 2% wirklich neue Gedanken sind.

Wenn wir uns jetzt die Gedanken nochmal anschauen und unterteilen, welche wirklich POSITIV und welche NEGATIV sind, wird’s richtig unheimlich. Denn bei einem Durchschnittsbürger ist es so, dass 70% flüchtige oder nebensächliche Gedanken sind, wie beispielsweise: „Ich muss das Auto gleich noch umparken“. Des Weiteren sind 27% negativ und destruktiv, zum Beispiel: „Ich sehe heute wieder so schrecklich aus“. Doch nur 3% (!) sind POSITIV, wie: „Ich mag mein Outfit heute“.

Wenn du wir uns jetzt einmal den Gedankenkreislauf anschauen würden, würde uns bewusstwerden, dass alles bei unseren Gedanken beginnt. Denn Gedanken führen zu Emotionen und Emotionen zu Handlungen. Wir versuchen oft bei unseren Handlungen anzusetzen, was aber kaum möglich ist oder nur für kurze Zeit funktionieren kann. Jetzt gehen wir mal davon aus, dass ein Post auf Instagram darauf hinweist, dass du dich selber lieben sollst und gut bist, wie du bist. Das ist zwar toll, aber so richtig kommt es nicht bei dir an und vielleicht glaubt nur 3% in dir wirklich daran. Diese Gedanken werden dann aber leider schnell von den 27% überdeckt, die dir dann wieder sagen, wie schrecklich du aussiehst und dass du dir nichts vormachen sollst.

Wir dürfen uns wieder in der Tiefe kennenlernen

Das eigene Sein und seine innere Haltung zu verändern ist ein PROZESS und nicht nur einfach damit getan, dass du dir jetzt die Dinge anschaust, die du an dir magst, sondern es betrifft deine komplette Grundhaltung. Wenn du es nämlich nicht selbst so meinst, und davor gilt es dein Selbstwertgefühl neu zu verknüpfen, verarscht du dich und dein Unterbewusstsein. Die Verknüpfung von Wertigkeit und Körper ist nämlich in der Regel sehr tief verknüpft und verändert sich nicht einfach, indem du zwanghaft probierst, positiv zu denken und dir die Dinge im Spiegel anschaust, die du an dir magst.

Hier liegt natürlich auch wieder die Arbeit mit dem Grund, wieso du dich überhaupt so ablehnst und die Ursprünge – aber sei das erstmal dahingestellt. Um deinen Wert mit deinem Körper zu entkoppelt ist es von grundlegender Bedeutung, dass du das zum einen erstmal erkennst und auch verstehst, WIESO du das überhaupt tust, und zum anderen deinen Wert neu verknüpfst. Da wir aber ganz oft zu einem Menschen geworden sind, der ein Abbild von Wünschen und Erwartungen anderer Menschen (unter anderem unserer Eltern und heute oft unserem Partner, Chef ect.) ist, ist es schwer, wirklich zu erkennen, wie wertvoll wir als Mensch sind, weil wir viel zu oft gar nicht mehr wissen, wer wir überhaupt sind, wenn wir alle Erwartungen und Ängste loslassen.

In den meisten Fällen kennen wir weder unseren wirklichen Wesenskern noch unsere damit verbundenen Werte und Sehnsüchte. Solange wir uns davon nicht beginnen zu lösen und uns wirklich in der Tiefe kennen lernen, ist es schwer unseren eigentlich tiefen Wert zu erkennen und morgens im Spiegel wirklich einem Menschen in die Augen zu blicken, den wir von Herzen lieben, weil wir wirklich so sind, wie unser Herz und unsere Seele es sich wünscht.

Verstehe warum du dich selbst nicht lieben kannst

Erst wenn wir unseren eigenen Erwartungen entsprechen und damit meine ich die ECHTEN, TIEFEN UND LIEBEVOLLEN, die aus unserem Herzen kommen, weil wir uns entfalten wollen und unsere Wahrheit leben wollen, brauchen wir keine Erwartungen mehr von anderen erfüllen, weil wir wissen, dass wir genau so sind, wie wir sein wollen.

Erst wenn wir diesen Weg der inneren Reise wählen, begegnen wir uns auf einer ganz anderen Ebene und beginnen uns wirklich zu lieben. Das ist dann ECHTE Selbstliebe. Das ist keine Selbstliebe oder Körperakzeptanz, weil wir denken wir MÜSSEN uns jetzt lieben oder akzeptieren. Das ist eher etwas, was automatisch passiert, wenn wir uns den Themen widmen, wieso wir uns eigentlich nicht lieben können. Auf diesem Weg fangen wir dann an, eine ganz neue Beziehung zu uns selbst aufzubauen und beginnen auch, uns ganz anders zu behandeln – da sind wir dann beim Thema Selbstfürsorge. Da beginnen wir uns genauso wichtig zu nehmen, wie unser eigenes Baby. Aber auch das ist schon ein Resultat, dem die tiefe Erkenntnis und Arbeit davor bedarf.

Wenn wir uns dann selbst mit LIEBE und Mitgefühl begegnen können, unseren echten Wert wieder entdeckt haben, weil wir wieder zu dem Menschen geworden sind, der wir in unserem Wesenskern sind, und uns wieder wichtig genug nehmen, für uns zu sorgen und das nicht im Sinne von Kampf zur Optimierung, sondern im Sinne von Entfaltung und Fürsorge, bauen wir im Prozess neue Gedanken auf, die wiederum dafür sorgen, dass wir beginnen uns anders zu sehen und erst an diesem Punkt ist ECHTE Akzeptanz und Liebe möglich.

Hier entsteht also nach und nach ein neues SEIN und eine neue Grundeinstellung zum ganzen Leben und komplett neue Gedankenstrukturen. Bei allem anderen verarschen wir uns gerne ein bisschen selber oder programmieren stumpf über unser eigentliches Thema, was früher oder später immer wieder raus bricht.

Hör also bitte auf, dir zu überlegen, wie du es jetzt schaffst, dich selbst zu lieben und zu akzeptieren und widme dich stattdessen der Frage, wieso du dich bisher NICHT lieben und akzeptieren konntest. Solltest du auf diesem Weg meine Unterstützung haben wollen, weißt du ja vielleicht bereits, dass wir mitten in der aktuellen Soulfood Bewerbungsphase sind. Du kannst dich also noch bis zum 23.04. auf meiner Website bewerben. Gemeinsam starten wir eine Reise zu deinem Innersten und du schließt Schritt für Schritt Frieden mit deinem Körper und deiner Seele.

Ich freue mich auf dich!